Wo liegt Amerika

Kurzgeschichten sind eine amerikanische Erfindung, und sie haben sich zu einer eigenen Kunstform entwickelt. Was liegt da näher, als Werke großer Kurzgeschichtenautor*innen und noch größerer Romanautoren in einem Band zu versammeln?
Nun dürfte es sich dabei vor allem um eine Sammlung großer Autor*innen handeln, die der Rowohlt-Verlag unter Vertrag hat, aber das ist legitim. Denn immerhin erhält man abgeschlossene Werke, anders als bei der „Tintenfass“-Reihe des Diogenes-Verlags, der Romanausschnitte veröffentlichte, die man bei Gefallen dann erst kaufen musste, um sie in Gänze lesen zu können.
Und die versammelten Autor*innen sind größtenteils Meister: phantastische Geschichten reihen sich an Hintergründiges, außergewöhnliche Formulierungskünstler stehen neben Subtextexperten.
Vor allem die Vielfalt macht also diese Anthologie zu einem überaus lesenswerten Buch. Die meisten Autoren kannte ich bereits, deren Kurzgeschichten noch nicht.   Es war zwar nicht jeder Text ein Meisterwerk, aber das ist ja nicht schlimm. Die Sammlung aus über 60 Jahren amerikanischer Kurzgeschichten ist auf jeden Fall ein Lesetipp.

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